D|ie Mutter aller Boygroups
Fundstück am 5. Januar 2012
Wie man ein erfolgreiches Musikvideo dreht? Nun, man sucht sich vier schlecht angezogene Minderjährige von der Seitenstraße, borgt sich ein Videoschnittprogramm aus den frühen 80ern (mit Effekten aus den späten 70ern) und und zimmert aus ein paar herumliegenden Harmonien mit der Bontempi-Orgel einen Superhit für die ländliche Volksseele. Das Ganze noch mit einer aufwendigen Choreografie versehen und schon bleiben den ganzen Voices of Germany, Supertalenten und verbohlten Superstarmäusen die Noten im Hals hängen – wie das nachfolgende Video eindrucksvoll beweist. Hören und Sehen übrigens auf eigene Gefahr…

W|under
gesehen -hört -tan -dacht am 2. Januar 2012

Wer möchte, kann sein neues Jahr gleich mit einem Wunder beginnen – oder zumindest dem Blick darauf: In Hamburg läuft zur Zeit in den Deichtorhallen eine Ausstellung, die sich mit diesem Thema befasst.
Mit mehr als 50 künstlerischen Positionen und ebenso vielen Exponaten aus Religion, Wissenschaft und Alltag setzt sich die Ausstellung mit dem Wunder ästhetisch wie intellektuell auseinander. Denn das Wunder kann immer beides sein: eine körperlich-räumliche Erfahrung oder die blitzartige Einsicht in einen bis dahin unbekannten Zusammenhang.

Man muss sich nicht verbiegen, um alle Ansätze dieser Ausstellung verstehen zu wollen – dafür gibt es ja die passenden Exponate, die 1974 angeblich vom Mentaltrickser Urin Geller per Fernsehröhre in die ungewollte Form gebracht sein sollten.

Tausende von Zuschauerbriefen landeten damals in den Redaktionen, die von verbogenen Gabeln und wieder funktionierenden Uhren berichteten. Ein Wunder? Sehr weltlich hingegen, trotz Zauberkraft, sind die ausgestellten Zauberstäbe eines Harry Potter oder aber auch die Alufolien-Menschen, die hockend wahrscheinlich auf das nächste Wunder warten…

Info:
23. SEPTEMBER 2011 − 5. FEBRUAR 2012 IN DER HALLE FÜR AKTUELLE KUNST
Deichtorhallen

E|rhebt das Glas: 5 Jahre rob-log.de
Blogvillage am 13. Dezember 2011

Im kleinen Rahmen feiert diese kleine Wohfühlblog heute seinen 5.Geburtstag – sicher: Gab es vor einiger Zeit noch jeden Tag einen Blogbeitrag, ist es in den letzten Monaten etwas ruhiger geworden – so fanden einige Gedanken ihre Heimstätte in diversen sozialen Netzwerken mit Plus und Buch. Dennoch bleibt dieses Blog auch für die kommenden Jahre Zuflucht für Gedanken und Reisebilder… Allen meinen Leser/innen vielen Dank für die regelmäßigen Besuche…

L|assen sie ihn nicht schlank zu viel oder er wird fallen
Fundstück am 17. November 2011
Was gibt es nicht für schöne APPS, die den Alltag ein wenig einfacher gestalten: Man findet Bahnverbindungen, tätigt Flugbuchungen oder lässt sich gar durch fremde Städte navigieren. So darf folgende APP auf keinem klugen Telefon fehlen. Mit ihr braucht man weinenden Kindern nicht mehr auf den Kopf hauen, damit sie aufhören zu weinen, in der Disco tanzt man zu seinem eigenen handlichen Discolicht und sollte man sich einmal in einer 20.000-Mehrzweckhalle aus den Augen verloren haben, ist dies auch kein Problem mehr: Einfach losblinken und schon wird man gefunden.

Diese APP heißt so, wie der Zustand der Person war, die den Beschreibungstext geschrieben hat: DRUNK MAN. Es ist aber auch gut möglich, dass sich der Text mit 4 bis 6 Doppelkorn wieder ganz normal lesen lässt..


Der Tag, an dem der Frau mit den überlangen Photoshop-Beinen die Füße geküsst wurden
Fundstück am 11. November 2011


Und vergessen war der Rotwein
gesehen -hört -tan -dacht am 9. November 2011

Im Hintergrund spielte sanfte Soulmusik, auf dem Tisch stand eine Flasche Rotwein und in der Luft lag der feine Geruch einer ebenso fein zubereiteten Mahlzeit. Längst schon hatte ich mich an die Geräusche der Straße gewöhnt – der Blick auf den Kurfürstendamm entlohnte das Ohr für die eigentlich nicht mehr wahrgenommene Geräuschkulisse. Manchmal zogen Horden von Touristen durch die Straße, die lautstark bekundeten, dass Berlin 24 Stunden geöffnet sei und diese Zeit unbedingt genutzt werden müsse, manchmal raste die Feuerwehr mit bekanntem Signal den Boulevard herunter. Doch an diesem Abend waren die Geräusche anders. Ich sah aus dem Fenster und sah, wie der Kurfürstendamm sich füllte – ein Flashbob konnte es nicht sein, denn der war noch nicht erfunden. Es wurde gejohlt, es wurde gefeiert, die Sektkorken knallten und hier und da wurden Reste des vorjährigen Feuerwerks gezündet. Die Rotweinflasche und das gezauberte Gericht blieben zurück – zwei Stunden später stand ich auf der Berliner Mauer…

S|chreib mal wieder
Daumenkino am 31. Oktober 2011
Museum für Kommunikation |Berlin

E|inheitsrad mit Aussicht
Berlin am 5. Oktober 2011
Auf dem Riesenrad inmitten des Tiergartens auf der Straße des 17.Juni hatte man einen besonders feinen Rundum-Blick auf die Stadt, die auch in diesem Jahr mit Popkonzerten und Chinanudeln den Tag der Deutschen Einheit feierte.

B|erlinwahl: C wie Mülleimer
gesehen -hört -tan -dacht am 15. September 2011

Berlin hat die Wahl

V|erlust
gesehen -hört -tan -dacht am 11. September 2011

Ground Zero 2009
Vor zehn Jahren verloren Menschen ihre Menschen an ihrer Seite, vor zehn Jahren verlor eine Stadt ihre Skyline, vor zehn Jahren verlor die Welt ihre Freiheit. Vor 10 Jahren verschwanden nicht nur zwei Bauwerke, sondern auch die bisherige Sicht auf die Welt. Sehr langsam verschwindet das melancholische Schweigen am Ground Zero…

WTC 1987

New York 2009

M|assengrab in der Backstube
gesehen -hört -tan -dacht am 3. September 2011
Das Klickgeräusch meiner Handykamera hatte mich verraten – sofort drehte sich die Verkäuferin im neuen Bäckerladen um und raunte mich unfreundlich an:
“Haben Sie etwa ein Foto von unserem Laden gemacht? Da müssen Sie schon fragen!”
“Nein”, erwiderte ich “ich habe ein Foto von den toten Wespen in Ihrer Lampe gemacht – und die kann ich ja nicht mehr fragen….”


B|ild im Bild
Daumenkino am 3. September 2011
Neben 3D, konfiszierten Samsung Tablets und Internetfernsehgeräten war auf der diesjährigen Funkausstellung auch Raum für witzige Ideen:

S|pitzenkandidaten
Fundstück am 24. August 2011
Nicht immer stimmt die elektronische Programmzeitung mit dem aktuellen Programm überein…


M|eine braune Knautschlacklederjacke
Robotionales am 13. August 2011

Ich glaube, mit 12 Jahren war man noch begeisterungsfähig: Voller Stolz trug ich da eine braune Lackjacke, mit der ich mich wie ein kleiner Halbstarker fühlte.
So wurde das Plastikteil auch getragen, bis die Ärmel in Krümeln abfielen. Zum Glück war man dann alt genug, sich anderen modischen Scheußlichkeiten zuzuwenden – die 80er standen ja schon vor der Tür und riefen nach Schulterpolstern und weißen Tennissocken…

M|auerschau
gesehen -hört -tan -dacht am 12. August 2011


Mauerreste in Teltow

J|a! ja! Ja! Ein Gewinnspiel und ich will gewinnen!
gesehen -hört -tan -dacht am 9. August 2011
Wie füllt man ein Sommerloch? Mit erfundenen Geschichten, mit Ungeheuern aus Schottland oder aber auch mit Gewinnspielen. Hier ist ein ungeheures Spiel: Wer errät, wo dieses Foto aufgenommen wurde, hat die Chance einen kleinen Preis zu gewinnen. Nämlich diesen.
Einsendeschluss aller (hoffentlich vielzähligen) Kommentare ist der 20.08.11 – bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Los – der Rechtsweg muss leider draußen bleiben… und frei nach Monty Python: jeder nur ein Kreuz…


G|eiranger
Daumenkino am 6. August 2011
Im Schnelldurchlauf vom Geiranger durch die Fjordlandschaft Norwegens – der Wind “pustete” mir dabei fast das Handy aus der Hand…
Musik: Grieg | Frühling in Norwegen

Ausheulen | Die singende und klingende Eintagsfliege Volumen Einhundertunddreizehn
Höriges am 3. August 2011

Was ist die Singende und klingende Eintagsfliege?

A|lleinunterhalter
gesehen -hört -tan -dacht am 1. August 2011


D|em Helios seine Insel
Unterwegs am 26. Juli 2011

Rhodos | Griechenland
Die Altstadt von Rhodos, die seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, liegt zum Teil auf einem Hügel und ist von einer vier Kilometer langen Festungsmauer umgeben. Teilweise hat sie auf mich den Eindruck einer Filmkulisse gemacht, so pittoresk begrüßt sie die Besucher…



Die Anfänge der Stadtmauer von Rhodos reichen in die byzantinische Zeit zurück. Nachdem die Johanniter Rhodos 1309 erobert hatten, bauten sie die Stadtmauer nach und nach zu der bis heute erhaltenen mächtigen Festungsanlage rund um die Altstadt aus. Im Westen und Süden bestehen zwei Mauern mit einem dazwischen liegenden Wallgraben.


C|olin der Große
Unterwegs am 21. Juli 2011

Thessaloniki
In der zweitgrößten Stadt Griechenlands findet man ein Denkmal von Colin Farrell

P|otemkinsche Treppe
Unterwegs am 20. Juli 2011

Odessa | Ukraine
Die Potemkinsche Treppe ist eine Freitreppe mit 192 Stufen in der ukrainischen Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer.
Die von der Innenstadt zum Hafen führende 142 m lange Treppe ist perspektivisch gebaut: Dadurch dass sie unten viel breiter ist als oben, sieht sie auf der gesamten Länge gleich breit aus.
Bekannt ist die Treppe vorwiegend aus aus dem Film Panzerkreuzer Potemkin , in dem ein Kinderwagen in einer Schlüsselszene diese Treppe hinunterrollt.
Eine Hommage an diese Treppe und die Filmszene mit dem Kinderwagen findet sich auch im Film The Untouchables oder aber auch Brazil.
Habe ich in der Ukraine bisher Affen und Echsen gesehen, die Besuchern gegen Entgelt auf die Schultern gesetzt werden, waren es hier am Ende der großen Freitreppe Greifvogel und Pfau…

M|adonna sieht alles
Unterwegs am 19. Juli 2011

Samos | Griechenland

D|ie Stadt der Zukunft
Unterwegs am 18. Juli 2011

Die “Stadt der Zukunft” – so prangt es auf manchem T-Shirt, wenn man Sotschi, den Ort der Olympischen Winterspiele 2014 in Russland besucht. Die Stadt der Zukunft präsentiert sich mit neuer, sich im Werden befindliche Architektur aus den alten 70er Jahren, am Daumen abzählbaren Sehenswürdigkeiten (die schönste sieht man auf dem oberen Bild), restriktiver Visumspolitik, maroden Straßen und unzähligen Treppen und vor allem einem Gefühl, dass sich die Einheimischen noch nicht damit befasst haben, dass Russlands Skiort bald international in Erscheinung treten wird – praktisch ein wenig Münchener Olympiabewerbung. 20 Jahre Welterneuerung sind vor den Toren Sochis offensichtlich stehen geblieben. So bleibt noch viel zu tun, wenn in zwei Jahren einige olympische Winterspiel-Augen der Welt auf den russischen Ort an der Schwarzmeerküste blicken…

Mit der Seilbahn fährt man über der “Perle des Spritzbetons” in Höhen des Botanischen Gartens, der an vielen Stellen lieblos internationale Botanik in die Besucheraugen bringen will…

Die selbst im Sonnenschein ernüchternde Uferpromende kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wenigen touristischen Highlights wirklich nur aktive Olympia-Sportler in den Austragungsort bringen werden. Der deutsche Wikipedia-Eintrag kommt jedenfalls auch sehr schmal daher…

D|ie Unvollendete
Unterwegs am 16. Juli 2011
Nicht nur Schubert vollendete so manches Werk nicht – nein, offensichtlich auch die türkische Straßenbaubehörde. So stehen die Brückenpfeiler als Monumente schlechter Planung oder fehlenden Geldes an der beginnenden Uferpromenade von Izmir.

Izmir | Türkei

T|rend zum Fremdwiegen
Unterwegs am 15. Juli 2011

Istanbul
In der Türkei und Bulgarien bemerkte ich einen Trend zum Fremdwiegen. So sitzen nicht selten Menschen am Straßenrand, um das Gewicht ihrer Mitmenschen gegen ein geringes Entgelt auf der zur Verfügung gestellten Straßenwaage festzuhalten…

