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M|enschliche Abgründe
20. August 2009 von Rob in gesehen -hört -tan -dacht.

Mehr als zwei Menschen verstehen sich offensichtlich nicht. Zwar verfallen auch zwei Menschen in Egoismen – eine Ansammlung ichbezogener Humanoiden jedoch lässt steinzeitliche Instinkte wie ein gebrochener Staudamm über das unschuldige Tal der gemeinsam genutzten Umwelt wieder ausbrechen. Wer einmal mit einer ihm fremden Reisegruppe fahren musste, weiß, wie sehr der fremde Ellenbogen unvermutet zum Fürst des Egoismus mutiert.
Der Jäger bricht aus und jeder, der der gierig verlangten Beute – und wenn es nur ein Platz im Reisebus bedeutet – im Wege steht, wird körperlich, so gut wie es geht, ausgeschaltet oder zumindest mit verbalen Vernichtungswaffen verfolgt.
Menschen erfinden glückselige Musik, zaubern mit Farbe atemberaubende Gemälde oder schweifen philosophisch in Gefilde, die sich jenseits menschlicher Vorstellungen befinden können.
Aber sie sind auch dumm.
Und egoistisch.
Vor allem ignorant.
Menschen in Gruppen können wahrlich so unerträglich sein – sie mögen sich bitte einzeln noch einmal vorstellen…
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6 A|nmerkungen
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Kommentare für r|ob
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Elke #
20. August 2009, 08:00
Ja, für manche können banale Dinge wie ein Platz im Bus bedeutend sein … Hoffe, du bist die Truppe bald los!
Silke #
20. August 2009, 09:39
Ich finde es ja toll, dass du diesen Leuten zum Schluss doch noch die Hand reichst (sie mögen sich bitte einzeln noch einmal vorstellen …).
So tolerant bin ich nicht. Denn letztlich kommt doch jeder in den Bus, jeder bekommt etwas zu essen, kann sich die Sehenswürdigkeit oder was auch immer anschauen. Für mich gibt es da keinen Grund für unerträgliches Benehmen.
L.G.
Catharina #
20. August 2009, 10:03
Das sind doch alles Forschungsreisen, die er steuerlich als Bildungsreise absetzen kann und noch wichtiger: INSPIRATION!
Kleiner Tip wenn’s euch mal “blöd” geht: Setzt euch einfach in die Straßenbahn (für alle Berlinfremden: die es ja nur in Ostberlin gibt), ich hab da immer was zu schmunzeln, das pure Leben!
Antiteilchen #
20. August 2009, 23:48
Und diese Plätze werden über die Reise hinweg natürlich erbittert verteidigt! Wehe man wagt es, nach der Eroberung, sich dort nieder zu lassen!
cheli #
21. August 2009, 16:56
Bei meinen bisherigen (Rund)Reisen gab es im Bus immer das Rotationsprinzip und das war gut so, denn die ewig vorne sitzen wollenden wurden gebremst und durch das ständige Wechseln lernte man die Reisegruppe besser kennen und wusste so, wer in den Bus gehört, wer nicht und wer fehlt. Man kannte auch die meisten Namen.
creezy #
24. August 2009, 14:08
Reisebuserlebnis auf einer Autobahnraststätte in diesem Sommer. Weil die mit 50 Cent vorfinanzierten Toiletten zum Teil defekt waren, öffnete die Bedienstete für die älteren Damen die Behindertentoilette vor der diese schon in einer Schlange warteten.
Dann kamen Freundin und ich mit der (für Sehende unübersehbaren) schwerbehinderten Tochter meiner Freundin. Wir reisten mit Behindertenparkausweis (manchmal sogar sind diese tatsächlich nicht von quer auf zwei Behindertenparkplätze stehenden Autos ohne Behindertenausweis blockiert!) als auch mit dem Schlüssel, der auf alle deutschen Behindertentoiletten Zuflucht finden lässt.
Meine Freundin hat dann für ihre Tochter schlicht sofort Einlass in die Behindertentoilette gefordert als diese erstmals wieder frei wurde.
Das wollten die ältlichen Damen irgendwie nicht begreifen, dass Behinderte auf eben für sie geschaffenen Toiletten vielleicht Vorrang haben sollten. Egal, ob aus hygienischen oder menschlichen oder rücksichtsvollen Gründen.
Manchmal mag ich diese Menschen irgendwie nicht so sehr leiden.