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« S|chreib mal wieder    Startseite    Der Tag, an dem der Frau mit den überlangen Photoshop-Beinen die Füße geküsst wurden »

Und vergessen war der Rotwein

9. November 2011 von Rob in gesehen -hört -tan -dacht.


Im Hintergrund spielte sanfte Soulmusik, auf dem Tisch stand eine Flasche Rotwein und in der Luft lag der feine Geruch einer ebenso fein zubereiteten Mahlzeit. Längst schon hatte ich mich an die Geräusche der Straße gewöhnt – der Blick auf den Kurfürstendamm entlohnte das Ohr für die eigentlich nicht mehr wahrgenommene Geräuschkulisse. Manchmal zogen Horden von Touristen durch die Straße, die lautstark bekundeten, dass Berlin 24 Stunden geöffnet sei und diese Zeit unbedingt genutzt werden müsse, manchmal raste die Feuerwehr mit bekanntem Signal den Boulevard herunter. Doch an diesem Abend waren die Geräusche anders. Ich sah aus dem Fenster und sah, wie der Kurfürstendamm sich füllte – ein Flashbob konnte es nicht sein, denn der war noch nicht erfunden. Es wurde gejohlt, es wurde gefeiert, die Sektkorken knallten und hier und da wurden Reste des vorjährigen Feuerwerks gezündet. Die Rotweinflasche und das gezauberte Gericht blieben zurück – zwei Stunden später stand ich auf der Berliner Mauer…

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6 A|nmerkungen

  1. Hans-Georg #
    9. November 2011, 15:24

    Ja, heute ist DER Tag. Lübeck, wo ich damals wohnte und arbeitete, war verstopft mit Trabbis. Statt 15 Minuten Heimfahrt zum Mittagessen in der Mittagspause brauchte ich mehr als 1 Stunde. Umdrehen war auch nicht möglich.

  2. Markus #
    9. November 2011, 18:01

    Und auch noch 22 Jahre später feiert eine ganze Nation den S|tand (der Herrn R|ob) auf der Mauer.

  3. Markus #
    9. November 2011, 18:02

    Ich tausche ein “der” gegen ein “des”.

  4. pebbles #
    9. November 2011, 20:42

    Am Potsdamer Platz wurden wahre Volksfeste gefeiert. Überall aus den Löchern in der Mauer strömten Menschen. Heute steht da Udo Lindenberg auf der Bühne. Auch ein Mann des Volkes.

  5. r|ob #
    10. November 2011, 12:30

    @hans-georg
    Jeder musste sein Päckchen tragen ;)

    @markus
    Heute würde ich auf die Mauer nur noch mit einem Kran kommen – damals bin ich runtergesprungen – heute würden die Beine splittern

    @pebbles
    Es ist gut so wie es ist -trotz Lindenberg… ;)

  6. asaaki #
    27. November 2011, 04:25

    An diesem Tag befand ich mich schon 3 Tage im Westen. Wer konnte ahnen, dass plötzlich die Mauer fiel.

    Obwohl ich also mal so nah dran wohnte, erlebte ich diesen Tag nur aus der Ferne, am Fernseher.

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