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« The next r|obi Geller - Geschafft!    Startseite    Neulich im Bus: Und plötzlich dachte ich an Tabledance... »

Das Leben der anderen oder: Wie wird man eigentlich „Society-Experte“?

10. Januar 2008 von Rob in gesehen -hört -tan -dacht.


Eine Seuche geht um Ein neues Berufsbild macht sich breit: Der Society-Experte und die gleichgestellte Expertin – selbstgerechte Möchtegern-Journalisten, die offenbar so unglücklich mit ihrem eigenen Leben sind, dass sie sich medienwirksam berufen fühlen, in fremden Leben öffentlicher Personen zu wühlen und mit herablassenden Vermutungen zu verfolgen.
So muss man z.B. im Sat.1 Frühstücksfernsehen eine vor sich hin kichernde, selbstgefällige Society-Schwuppe ertragen, die sich genüsslich auf dem Fernsehsofa räkelt und kaum zu ertragende geistige Umweltverschmutzung absondert, indem Ahnungen und abgeschmackte Stammtischfantasien als vermeintliche Expertenmeinung in die noch müden Augen und Ohren gepflanzt werden – eine wahrlich billige, von der Werbewirtschaft finanzierte widerliche Märchenstunde für das promigeile Volk.

Ja, man weiß gottgegeben Bescheid, warum Stars und Sternchen mal so oder auch so gucken, man kennt den wahren, wahren, wahren Grund der Trennung oder der geänderten Körbchengröße – und wenn nicht, kann man die Wissenslücken schnell mit tumben Tratsch füllen. Man entblödet sich nicht, festzustellen, man kenne die öffentlichen Opfer besser, als sie sich selbst und sonnt sich dabei im eigenen Saft der moralischen Unzulänglichkeit

Man braucht “Society-Experten” so sehr, wie Schimmel im Kühlschrank – nur Schimmel kann man bekämpfen…

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16 A|nmerkungen

  1. Spontiv #
    10. Januar 2008, 02:43

    Äh, die Society-Experten kann man auch bekämpfen. Entweder man meuchelt sie oder man macht die Glotze aus …

  2. r|ob #
    10. Januar 2008, 02:51

    Zweiteres wäre allerdings nur stiller Protest – bleibt eigentlich nur… nein, es muss noch einen Mittelweg geben…

  3. gorillaschnitzel #
    10. Januar 2008, 06:44

    Es gibt noch mehr “neue Berufe” (vermutlich alles Resultat der Schröderschen Ich-AGs):

    - Millionärsgattin, Millionärserbin – Terrorismusexperte – Dixiklovermieter (<- kein Scheiß, ich sah dies neulich im TV als Bildunterschrift) – “Moderator” (<- die Hansel, die bei 9Laif turnen) – Schauspielertochter – Alleinunterhalter (sorry, aber mit 40 Kilo Übergewicht gesegnete Schnurbartträger im Alter von etwa 65 sind alles, aber nicht unterhaltend. Auch und erst recht nicht allein)

    Herr rob, Sie sind mal wirklich mutig: SAT1 und das am frühen Morgen!

  4. Markus #
    10. Januar 2008, 08:24

    Ich selbst sähe mich ja gerne als „Society-Experte“ der Blogosphäre. Über die Einrichtung einer entsprechenden Kategorie (Blogosphärity) denke ich schon ernsthaft nach. Dort könnte ich dann solch brennend interessante Fragen beantworten wie:

    Warum hat Frau Jekylla sich ein Kleid gekauft? (Und wo wird sie es zuerst der sensationshungrigen Öffentlichkeit präsentieren?)

    Was werden die nächsten Blogartikel auf Rob Log sein? ;-) (Und warum ändert das stilsichere Webtalent so oft sein Bloglayout?)

    Was ist der wahre Hintergrund, warum Herr Exit Frau Indica nicht ins neue Jahr gelassen hat?

    Wann blogt Herr Ultimonativ wieder für die Öffentlichkeit?

    Und und und – Sie sehen: an blogosphärisch relevanten Fragen mangelt es nicht.

  5. basti #
    10. Januar 2008, 09:02

    ich frag mich immer wieder ob das ein ausbildungsberuf ist?!

    also so bei der ihk,

    society expert/in für öffentlichkeits arbeit fachbereich boulevard

    3 jahre ausbildungszeit
    eine mündliche und eine schriftliche prüfung

    und einen gesellenbrief gibs auch

  6. Quintus #
    10. Januar 2008, 11:38

    @basti: Society-Experte ist kein Ausbildungsberuf, sondern ein Einbildungsberuf.
    Man muss nur ein übersteigertes Selbstbild haben und schmerzfrei vor einer Kamera stehen können ;-).

  7. creezy #
    10. Januar 2008, 14:29

    Ach, und gerade mit Dir wollte ich eigentlich dieses jetzt eine Society-Experten-Agentur mit angeschlossenem Ausbildungszentrum und natürlich lustigem von uns geführen Society-Blog gründen …

  8. r|ob #
    10. Januar 2008, 14:33

    creezy, keine Zeit: Ich muss fremde Kinder erziehen, Schuldenberatung anbieten und hinterher die Wohnung umgestalten

    Hinterher einen Superstar küren und danach in den Dschungel gehen…

  9. Spontiv #
    10. Januar 2008, 15:11

    Lieber R|ob Saalfrank-Zwegert-Wittler! DAS werden SIE doch mit links machen! Sie Vorbild!

    Den Superstar verleih ich Ihnen schon mal posthum und im Dschungel feudel ich schnell mal feucht durch.

  10. rene #
    10. Januar 2008, 16:11

    Ach was, alles alte Kamelle. Society-Experten sterben aus. Das war Beruf(ung) des Jahres 2007.

    In 2008 ist der zukunftsträchtigste Job der des Warnschussarrest-(Warn-)Schützen. Da hat man viel interessantere Geschichten zu erzählen. Die nimmt SAT1 bestimmt auch gerne…

  11. ElfieÖmmel #
    10. Januar 2008, 18:07

    Ich kann gar nicht glauben, dass Herr Rob zu solch einer frühen Stunde schon im Wachzustand war… Niemals.
    Entweder hat er die Nacht durchgemacht oder das Sat.1 Frühstücksfernsehen mitgeschnitten.

  12. .markus #
    10. Januar 2008, 23:03

    In dem Fernsehstudio gibt es eine kleine schummrige Hinterkammer, in denen sich ein halbes Dutzend Menschen die Zeit mit Kartenspielen und Zigaretten vertreiben. Ab und zu schneit eine Praktikantin rein, wirft ein paar Handouts in den Raum und sagt:

    “12:30 Uhr brauchen wir einen Terrorismus-Experten, 13:26 Uhr eine Society-Expertin und um 14:11 Uhr noch einen Umweltexperten. Macht das unter euch aus”.

    Oder so…

  13. r|ob #
    10. Januar 2008, 23:33

    @spontiv
    Könnten Sie dann bitte noch Bata Illic entsorgen?

    @rene
    Ich werde sofort umschulen…

    @ElfieÖmmel
    Alles eine Sache des Zeitmanagements: Lange aufbleiben und früh aufstehen…

    @.Markus
    Ach so einfach ist das? Und schon wieder was gelernt…

  14. Spontiv #
    11. Januar 2008, 07:41

    Den Bata Illic entsorgen die Maden …

  15. Ata #
    11. Januar 2008, 09:09

    Ach, geliebtes Fernsehen. Ich vermisse Sendungen wie Takkeuchis Castle, oder, wie hies das noch: American Fighters (?), bei dem sich selten schöne Amis mit Wattestäbchen bekämpften? Das Beste waren die Interviews nach den “Kämpfen”.

  16. gorillaschnitzel #
    12. Januar 2008, 18:34

    @Ata: Believe it, or not, aber “Takeshis Castle” läuft (wieder?) im deutschen Fernsehen: de.wikipedia.org/wik…

    @Spontiv: Never ever. Auch so eine Made hat ihren Stolz. Wirklich.

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