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B|escheidene aber stürmische Bitte an analphabetische, farbenblinde und taube Zimmerservicemitarbeiterinnen
16. März 2008 von Rob in Unterwegs.
Liebe Damen aller Zimmerservices dieser Welt (vereinzelt auch liebe Herren)

Es tut mir außerordentlich leid, wenn Ihr Beruf Sie dazu zwingt, früh aufzustehen.
Mein Bedauern ist Ihnen auch gewiss, dass Sie im Akkord über die Hotelflure fegen müssen, um möglichst viele Hotelzimmer vom Muff des Vormieters zu befreien.
Dennoch wäre es für den geplagten und zumeist müden Gast von einem nicht unerheblichen Vorteil, wenn wenigstens die Anführerin Ihrer Brigade lesen könnte. „Bitte nicht stören“ ist eine in Deutschland verbreitete Tradition, die besagt, dass der Gast möglichst ohne das sich das Hotelpersonal gegen die Tür wirft, sein gezahltes Salaire abschlafen möchte – sieben Uhr früh ist zum Beispiel für mich eine Uhrzeit, die mir nichts bedeutet.
Auch das Rot des kleinen Schildes signalisiert „Stopp“ und ist manch irriger Meinung keine Aufforderung durchs Zimmer zu stürmen. Sollte Leseschwäche und Farbblindheit dazu beitragen, dennoch wie ein GSG 9 Mitarbeiter die Hoteltür zu malträtieren, ist die Antwort „Nein“ auf die unterschwellige Frage „Darf ich reinkommen“ , meist nur gestellt als „Zimmerservice“, so zu verstehen, dass die Tür nicht geöffnet werden soll, da der Gast entweder gerade nackt durchs Zimmer tanzt oder die unliebsame Geliebte in praktische Teile zerlegt und bei dieser sorgsamen Arbeit nicht unterbrochen werden will…
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8 A|nmerkungen
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Markus #
16. März 2008, 01:04
Und Sie glauben, dass derart farbenblinde und sich Textbotschaften verweigernde Menschen hier her verirren und sich eines besseren besinnen?
Vielleicht indem sie in Google eingeben:
darf ich stören, auch wenn das Rot des kleinen Schildes Stopp signalisiert?=
Immerhin würden Sie über eine solche Frage directement hier her finden.
r|ob #
16. März 2008, 02:00
und laut rufen “Zimmerservice” – um vier Uhr…
rene #
16. März 2008, 02:11
Diesen Artikel finden Sie mit gleichem Wortlaut in Rene’s Fingern von letzter Woche Donnerstag. Die Niederschrift scheiterte an mangelnder Motivation nach einer kurzen Nacht.
Ein Putzfrau #
16. März 2008, 04:02
Lieber Herr Rob,
es tut mir ehrlich und aus tiefsten Putzfrauenherzen leid, wenn ich Sie in ihrer Nachtruhe gestört habe. Der wahre Grund für mein frühes Klopfen, Poltern, Stöhnen, Kratzen und Stepptanzen vor Ihrer Türe war: Ich liebe Sie!
Ich wollte es Ihnen schon immer einmal sagen, vom ersten Moment an, in dem Sie unser Hotel betreten haben, war ich völlig hin und weg. Und als sie mich und meinen Besen so freundlich angelächelt haben – da, als Sie mir die 2 Mark 50 Trinkgeld spendiert haben – ward es um mich geschehen! Ich merkte, dass das Leben wieder einen Sinn hat! Da draußen ist jemand, der braucht mich! Jemand, dem man mal das Zimmer aufräumen muss! Und so konnte ich einfach nicht anders, als Ihnen um 4 Uhr morgens vor Ihrer Zimmertüre meine Zuneigung durch spontane Eintrittsverschaffung zu beweisen!
Jetzt, da ich lese, dass Sie meine Liebe wohl nicht erwidern können, sitze ich da mit gebrochenen Herzen und weine leise in mich hinein. Es wird wohl nie mehr so, wie es war.
In unsterblicher Liebe, Deine Putzfrau von Zimmer 6969
Markus #
16. März 2008, 09:47
Sehen Sie, Herr Rob, was Sie angerichtet haben? Nach dem Foto zu urteilen, macht diese Putzfrau doch einen netten Eindruck. Wollen Sie ihr nicht doch vielleicht eine zweite Chance geben?
ultimonativ #
16. März 2008, 12:28
Hm, lass mich kurz überlegen, wo dir das wahrscheinlich NICHT passiert wäre… … ;-P
sabbeljan #
16. März 2008, 13:08
und ich dachte rot-grün-schwäche hätten nur männer….
Jekylla #
17. März 2008, 19:25
Ein mir sehr herzensnaher Freund wuerde dazu nur sagen: “Bei uns im Xxxx-Xxxxxxx waere das nicht passiert.”
Er haette wahrscheinlich sogar Recht ;-)