E|rster Eindruck
gesehen -hört -tan -dacht am 27 Februar 2010 9 A|nmerkungen
Also, wenn eine Botschaft die Visitenkarte eines Landes wäre, so hätte ich jetzt schon keine Lust das Land zu bereisen, dessen Botschaft ich gestern zwecks Visums aufsuchen musste. Mit der Absicht, ein Jahresvisum zu beantragen und mit wahrlich scheußlichen, im Fotofixschnellautomat abgeschossenen Passfotos, sollte ich wohl einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommen, was mich im April erwarten soll. Unprofessionelle Abfertigung wäre ein treffender Ausdruck. Freundlichkeit und Blickkontakt erwiesen sich als Mangelware und den doch recht einfachen Antrag auf ein Jahresvisum musste ich pantomimisch und tanzend untermauern – erntete jedoch ein müdes Lächeln und die Bestätigung für ein 6-Monate-Visum. Innerlich sah ich mich schon laut protestierend, angekettet an einen Botschaftsangehörigen nach einem Jahresvisum betteln. Doch statt Taten mussten lediglich Worte folgen, die dann (gibt es doch einen Gott?) Früchte trugen. Gegen ein Eintrittsgeld von fast 100 Euro darf ich dann wohl im April einreisen und dort Geburtstag feiern…

B|in ich jetzt im Fernsehen?
gesehen -hört -tan -dacht am 19 Februar 2010 8 A|nmerkungen

ICE

K|irche der Hegemannisten
gesehen -hört -tan -dacht am 15 Februar 2010 6 A|nmerkungen

Bald auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste in der Sparte "Alles nur geklaut"

K|alt
gesehen -hört -tan -dacht am 12 Februar 2010 4 A|nmerkungen

Planten un Blomen in Hamburg
Beim abendlichen Gang durch Hamburgs Planten un Blomen durfte ich folgenden kurzen Dialog belauschen mitbekommen:
Er: Mann, ist das kalt.
Sie: Richtig kalt.
Er: Aber wirklich richtig kalt.
Sie: Ja, richtig kalt.
Er: Muss das so kalt sein?
Sie: Das liegt am Wetter.
Was zu beweisen war – Frauen denken einfach logischer…

W|enn Albatrosse zu Rentnern mutieren
gesehen -hört -tan -dacht am 8 Februar 2010 9 A|nmerkungen
Zur Zeit auf den Straßen stets dasselbe Bild: Vormals behende Zeitgenossen watscheln einem humanoiden Albatross gleich über die vereisten, schmalen Wege – jeder zaghafte Schritt eine Meisterleistung des Gleichgewichtsinnes, denn kaum ein Hausbesitzer sorgt dafür, dass die Straßen vom Eis befreit oder wenigstens mit Streusandsalzkiesodersonstwas versorgt werden. So empfindet man es als sportliche Meisterleistung, den absolvierten Einkauf ohne Hüftbrüche oder aufgeschlagenen Knien geschafft zu haben.
Ich ertappe mich in den letzten Tagen dabei, dass in mir ein kleiner, giftiger Rentner aufsteigt, der angesichts der spiegelglatten Fußgängerpfade allen faulen Hausbesitzern grummelnd die Pest an den Hals wünscht. Ich höre mich quasi selber sagen “Ich zeige Euch alle an!” – Gift und Galle spuckend rudere ich dabei mit den Armen, der Schwerkraft trotzend…

W|enn in Wolken und Dünste verhüllt
gesehen -hört -tan -dacht am 31 Januar 2010 noch keine A|nmerkung

Mit der Bahn kurz vor Berlin
Wenn, in Wolken und Dünste verhüllt, die Sonne nur trübe
Stunden sendet, wie still wandeln die Pfade wir fort!
Dränget Regen den Wandrer, wie ist uns des ländlichen Daches
Schirm willkommen! Wie sanft ruht sich’s in stürmischer Nacht!
Aber die Göttin kehret zurück! Schnell scheuche die Nebel
Von der Stirne hinweg! Gleiche der Mutter Natur!

S|chwindeleien
gesehen -hört -tan -dacht am 27 Januar 2010 5 A|nmerkungen

Viel versprochen, nichts gehalten

P|anik
gesehen -hört -tan -dacht am 9 Januar 2010 9 A|nmerkungen

Panik macht sich breit. Ein unbekanntes Phänomen beschäftigt die Republik. Es kam überraschend, mit der ganzen Macht. Keiner hatte damit gerechnet. Dass das in Deutschland passieren kann, hat selbst die Fachleute überrascht. Sicher, man kannte es aus anderen Ländern, doch niemand glaubte ernsthaft, dass es auch unser Leben verändern würde. Keine Nachrichtensendung kommt mehr ohne Berichterstattung des Unfassbaren aus. Ältere Zeitgenossen jedoch schütteln verständnislos nur den Kopf und meinen: „Es ist doch nur Winter….“

G|renzgebiete
gesehen -hört -tan -dacht am 7 Januar 2010 4 A|nmerkungen
Das Praktische am erneuten Schneefall ist, dass man jetzt genau die Grundstücksgrenzen erkennen kann:

Bild in 3D Rot-Grün-Brille erforderlich

U|nglaublich: Nach "Avatar" nun auch rob-log in 3D!
gesehen -hört -tan -dacht am 6 Januar 2010 4 A|nmerkungen
Toll! Super! Alles ist 3D! Eine rot-grün-Brille hat doch jetzt mittlerweile jeder im heimischen Wohnzimmer, also ab auf die Nase damit und miterleben, wie auch dieses Blog auf der 3D-Welle mitsurft. Und fast unfassbar: Auch dieser Text wurde im komplizierten, neuen Supadupa-3D-Verfahren eingetippt!
Quantensprung in der Blogtechnik: Banner und Hintergrund sind diesem Artikel angepasst…

Berlin Lichterfelde West
Großes 3D-Erlebnis hier

Regensburg
Sensationelles 3D-Erlebnis hier

Atemberaubendes 3D-Erlebnis hier
Und auch das Bild des letzten Beitrages gibt es jetzt im modernen 3D-Superkino-Kaum-zu-glauben-Format

G|leich knallt's
gesehen -hört -tan -dacht am 31 Dezember 2009 7 A|nmerkungen

Silvester 2008 am Rathausplatz in Kopenhagen
Bild in 3D Rot-Grün-Brille erforderlich

D|as war's...
gesehen -hört -tan -dacht am 30 Dezember 2009 3 A|nmerkungen
2009 verabschiedet sich, 2010 klopft an die Tür und verspricht, ein gutes zu werden. Na wollen wir es ihm mal glauben. Das letzte war jedenfalls ganz ordentlich. Ach, was sage ich. Eigentlich war es gut. Man(n) war gesund, beruflich alles humorvoll und privat war alles zauberhaft. Und unterwegs war der feine Herr r|ob auch wieder. Das wird sich im neuen Jahr voraussichtlich auch nicht ändern.
Allen lieben Menschen, die diesem Blog ein wenig Aufmerksamkeit gewidmet haben, einen gesundes und spannendes Jahr 2010 – und allen, die hier nie aufgetaucht sind, natürlich auch…

September 09 Kanada - New York
Bild in 3D Rot-Grün-Brille erforderlich

S|ilvester ist gerettet
gesehen -hört -tan -dacht am 27 Dezember 2009 7 A|nmerkungen
Juchu! Spitze! Super! Die Jahresendfeier ist gerettet: Die Partytomaten versprühen jetzt schon Partystimmung. Nun fehlen für den Jahreswechsel nur noch Knallerbsen…

Partytomaten - der vierte Aggregatzustand des Wassers...

W|arten auf's Christkind
gesehen -hört -tan -dacht am 23 Dezember 2009 11 A|nmerkungen

Bild in 3D Rot-Grün-Brille erforderlich

r|ob wünscht allen friedliche Weihnachtstage …

V|ertrauenssache
gesehen -hört -tan -dacht am 7 Dezember 2009 9 A|nmerkungen
Von hinten hörte ich es schon quietschen. Eine Mutter mit Kind kam mir entgegen und rief laut “Na fast hätte ich die Julia fallen lassen”. Und mit diesen Wort tat sie so, als ließe sie das Kind fallen, das, wieder aufgefangen, eben quietschte. “Na fast hätte ich die Julia fallen lassen”, hörte ich es immer wieder. Quietschen. Ich passierte die muntere Auffang-Mutter und hörte plötzlich hinter mir ein klägliches Schreien. Nun wurde Julia doch fallengelassen. Das Kind heulte und ich – ich gestehe es – lachte schallend…

Symbolbild: Nicht quietschende Hauswand mit Kinderportraits in Reykjavik

V|orstandssitzung von Bärenmarke
gesehen -hört -tan -dacht am 4 Dezember 2009 4 A|nmerkungen

Deko im Restaurant in Berlin-Mitte

G|ute Ausstattung
gesehen -hört -tan -dacht am 24 November 2009 1 A|nmerkung
Nicht jedes Hotel kann mit einem eigenen Atomkraftwerk aufwarten:

Glasgow 2009

I|ch bin mein einziger Freund
gesehen -hört -tan -dacht am 17 November 2009 8 A|nmerkungen
Na toll: Wenn ich die Freundesstatistik des Google Readers aufrufe, muss ich zur Erkenntnis kommen, mein einziger Freund zu sein…


V|eränderung
gesehen -hört -tan -dacht am 9 November 2009 3 A|nmerkungen

20 Jahre ist
es nun her –
da habe ich
es geschafft
auf
eine hohe
Mauer zu klettern,
wildfremde
Menschen zu umarmen,
in einem sportlichen
Satz von der
Mauer zu springen
und nicht an morgen
zu denken.
20 Jahre ist es nun her.
Heute schaffte ich es
nicht mehr
alleine auf den
antifaschistischen
Schutzwall, auch
hat meine
Tendenz, wildfremde
Menschen
zu umarmen,
stark abgenommen,
beim Sprung von der
Mauer feierten
Frakturen in meinen
Beinen eine
Party und der
Gedanke an morgen
schleicht sich
manchmal als
aufdringlicher
Begleiter ein.
Manchmal ist das Leben
so einfach:
20 Jahre haben offensichtlich
nicht nur die Republik verändert…

K|inder sollten in Postpaketen reisen
gesehen -hört -tan -dacht am 1 November 2009 13 A|nmerkungen
Tatort: auf dem Weg nach Berlin – im Zug – 1.Klasse Großraumwagen
Kinder sollten in Postpaketen reisen – alternativ könnten allerdings auch Eltern ihren schreienden Kindern beibringen, dass Züge keine Hüpfburg sind oder dass Mitreisende nicht immer Lust haben, die Quiek- und Piepsgeräusche von Spielekonsolen in Rockkonzertlautstärke ertragen zu müssen. Sicherlich freuen sich Eltern auch nicht, wenn die lieben Kleinen Fußball mit heimischen Kaffeetassen spielen – warum also mit Fremdtassen im Zug? Ach, nach 7 Stunden Zugfahrt möchte ich auch nicht mit fremden Kindern Feuerwehr spielen, nur weil ihre erziehungsfaulen Erzeuger lieber Zeitschriften lesen, als sich mit ihrem hyperaktiven Nachwuchs zu beschäftigen. Liebe zugreisenden Eltern: Rücksichtnahme und soziales Verhalten wäre ein toller Aktivposten in eurer Erziehung…
(Verfasser sucht verzweifelt nach seinem Pfefferspay)

H|eute
gesehen -hört -tan -dacht am 30 Oktober 2009 6 A|nmerkungen

S|chlager in nur zwei Worten
gesehen -hört -tan -dacht am 22 Oktober 2009 4 A|nmerkungen

Erkannt? Nein? Dann hier HUH! HAH!

D|ie digitale Philharmonie
Berlin am 4 Oktober 2009 3 A|nmerkungen
Vor knapp einem Jahr ging das Berliner Philharmonische Orchester neue Wege und so mit ihrer Digital Concert Hall online. Alle Konzerte der Philharmoniker in der Philharmonie sind somit live zugänglich – von jedem Ort der Welt aus, egal, ob man sich Beethoven mit einer schwachen DSL-Leitung nähert (500 Kbit/s für 1000 DSL) oder auf feinem HDTV-Niveau (3000 Kbit/s ab 6000 DSL). Wer also nicht die Zeit oder das Glück hatte, das Berliner Spitzenorchester einmal live erleben zu dürfen, findet vielleicht in der digitalen Musikhalle ein wenig (kostenpflichtigen) Trost…


D|eutschland hat gewählt
gesehen -hört -tan -dacht am 3 Oktober 2009 7 A|nmerkungen


S|ix Feet Under
gesehen -hört -tan -dacht am 1 Oktober 2009 6 A|nmerkungen
Am 12.06. hatte ich es erschaffen: Po-Teij-To – Frankensteins Next Topmodel. Seit heute bereichert meine Lieblingskartoffel den Boden des Hausgartens und geht so den Gang alles Irdischen. Po-Teij-To war ein munterer Zeitgenosse und blühte in den letzten Wochen förmlich auf. Er war sehr naturverbunden und träumte davon, bei einem Pfadfinderlagerfeuer als Folienkartoffel auftreten zu dürfen. Doch dieser Wunsch blieb ihm verwehrt. Seine knollige Nase wird uns in guter Erinnerung bleiben…



D|as ist kein Ausweg...
gesehen -hört -tan -dacht am 20 September 2009 3 A|nmerkungen

… aus der Krise. Nein, das ist wirklich kein Ausweg aus der Krise. Mein lieber Herr, das ist kein Ausweg aus der Krise. Glauben Sie mir, das ist in der Tat kein Ausweg aus der Krise. Es muss noch andere Wege geben. Denn das ist kein Ausweg aus der Krise. Ausgang vielleicht aber kein Ausweg. Nochmals: Das ist kein Ausweg aus der Krise. Man kann es gar nicht oft genug sagen: Das ist kein Ausweg aus der Krise. Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen, denn das ist kein Ausweg aus der Krise. Glauben Sie mir, das ist in der Tat kein Ausweg aus der Krise. Es muss noch andere Wege geben. Denn das ist kein Ausweg aus der Krise. Ausgang vielleicht aber kein Ausweg. Nochmals: Das ist kein Ausweg aus der Krise. Man kann es gar nicht oft genug sagen: Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Das ist kein Ausweg aus der Krise. Liebe Kinder, bitte immer noch nicht nachmachen, denn das ist definitiv kein Ausweg aus der Krise…

M|enschliche Abgründe
gesehen -hört -tan -dacht am 20 August 2009 6 A|nmerkungen

Mehr als zwei Menschen verstehen sich offensichtlich nicht. Zwar verfallen auch zwei Menschen in Egoismen – eine Ansammlung ichbezogener Humanoiden jedoch lässt steinzeitliche Instinkte wie ein gebrochener Staudamm über das unschuldige Tal der gemeinsam genutzten Umwelt wieder ausbrechen. Wer einmal mit einer ihm fremden Reisegruppe fahren musste, weiß, wie sehr der fremde Ellenbogen unvermutet zum Fürst des Egoismus mutiert.
Der Jäger bricht aus und jeder, der der gierig verlangten Beute – und wenn es nur ein Platz im Reisebus bedeutet – im Wege steht, wird körperlich, so gut wie es geht, ausgeschaltet oder zumindest mit verbalen Vernichtungswaffen verfolgt.
Menschen erfinden glückselige Musik, zaubern mit Farbe atemberaubende Gemälde oder schweifen philosophisch in Gefilde, die sich jenseits menschlicher Vorstellungen befinden können.
Aber sie sind auch dumm.
Und egoistisch.
Vor allem ignorant.
Menschen in Gruppen können wahrlich so unerträglich sein – sie mögen sich bitte einzeln noch einmal vorstellen…

W|enn Ahnungslosigkeit demagogisch wird
gesehen -hört -tan -dacht am 19 August 2009 6 A|nmerkungen
Dieter Nuhr hat es einmal kurz und knapp formuliert:
Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten
via Text & Blog – hier wird richtig angemerkt “Unfassbar, wie sie (von der Leyen) – wissentlich und vorbei an allen Fakten – verleumderisch die Menschen diskreditiert, die ihre Position beim Websperrengesetz zu kritisieren wagen.”
Wirklich unfassbar.

