W|under
gesehen -hört -tan -dacht am 2. Januar 2012

Wer möchte, kann sein neues Jahr gleich mit einem Wunder beginnen – oder zumindest dem Blick darauf: In Hamburg läuft zur Zeit in den Deichtorhallen eine Ausstellung, die sich mit diesem Thema befasst.
Mit mehr als 50 künstlerischen Positionen und ebenso vielen Exponaten aus Religion, Wissenschaft und Alltag setzt sich die Ausstellung mit dem Wunder ästhetisch wie intellektuell auseinander. Denn das Wunder kann immer beides sein: eine körperlich-räumliche Erfahrung oder die blitzartige Einsicht in einen bis dahin unbekannten Zusammenhang.

Man muss sich nicht verbiegen, um alle Ansätze dieser Ausstellung verstehen zu wollen – dafür gibt es ja die passenden Exponate, die 1974 angeblich vom Mentaltrickser Urin Geller per Fernsehröhre in die ungewollte Form gebracht sein sollten.

Tausende von Zuschauerbriefen landeten damals in den Redaktionen, die von verbogenen Gabeln und wieder funktionierenden Uhren berichteten. Ein Wunder? Sehr weltlich hingegen, trotz Zauberkraft, sind die ausgestellten Zauberstäbe eines Harry Potter oder aber auch die Alufolien-Menschen, die hockend wahrscheinlich auf das nächste Wunder warten…

Info:
23. SEPTEMBER 2011 − 5. FEBRUAR 2012 IN DER HALLE FÜR AKTUELLE KUNST
Deichtorhallen

Und vergessen war der Rotwein
gesehen -hört -tan -dacht am 9. November 2011

Im Hintergrund spielte sanfte Soulmusik, auf dem Tisch stand eine Flasche Rotwein und in der Luft lag der feine Geruch einer ebenso fein zubereiteten Mahlzeit. Längst schon hatte ich mich an die Geräusche der Straße gewöhnt – der Blick auf den Kurfürstendamm entlohnte das Ohr für die eigentlich nicht mehr wahrgenommene Geräuschkulisse. Manchmal zogen Horden von Touristen durch die Straße, die lautstark bekundeten, dass Berlin 24 Stunden geöffnet sei und diese Zeit unbedingt genutzt werden müsse, manchmal raste die Feuerwehr mit bekanntem Signal den Boulevard herunter. Doch an diesem Abend waren die Geräusche anders. Ich sah aus dem Fenster und sah, wie der Kurfürstendamm sich füllte – ein Flashbob konnte es nicht sein, denn der war noch nicht erfunden. Es wurde gejohlt, es wurde gefeiert, die Sektkorken knallten und hier und da wurden Reste des vorjährigen Feuerwerks gezündet. Die Rotweinflasche und das gezauberte Gericht blieben zurück – zwei Stunden später stand ich auf der Berliner Mauer…

B|erlinwahl: C wie Mülleimer
gesehen -hört -tan -dacht am 15. September 2011

Berlin hat die Wahl

V|erlust
gesehen -hört -tan -dacht am 11. September 2011

Ground Zero 2009
Vor zehn Jahren verloren Menschen ihre Menschen an ihrer Seite, vor zehn Jahren verlor eine Stadt ihre Skyline, vor zehn Jahren verlor die Welt ihre Freiheit. Vor 10 Jahren verschwanden nicht nur zwei Bauwerke, sondern auch die bisherige Sicht auf die Welt. Sehr langsam verschwindet das melancholische Schweigen am Ground Zero…

WTC 1987

New York 2009

M|assengrab in der Backstube
gesehen -hört -tan -dacht am 3. September 2011
Das Klickgeräusch meiner Handykamera hatte mich verraten – sofort drehte sich die Verkäuferin im neuen Bäckerladen um und raunte mich unfreundlich an:
“Haben Sie etwa ein Foto von unserem Laden gemacht? Da müssen Sie schon fragen!”
“Nein”, erwiderte ich “ich habe ein Foto von den toten Wespen in Ihrer Lampe gemacht – und die kann ich ja nicht mehr fragen….”


M|auerschau
gesehen -hört -tan -dacht am 12. August 2011


Mauerreste in Teltow

J|a! ja! Ja! Ein Gewinnspiel und ich will gewinnen!
gesehen -hört -tan -dacht am 9. August 2011
Wie füllt man ein Sommerloch? Mit erfundenen Geschichten, mit Ungeheuern aus Schottland oder aber auch mit Gewinnspielen. Hier ist ein ungeheures Spiel: Wer errät, wo dieses Foto aufgenommen wurde, hat die Chance einen kleinen Preis zu gewinnen. Nämlich diesen.
Einsendeschluss aller (hoffentlich vielzähligen) Kommentare ist der 20.08.11 – bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Los – der Rechtsweg muss leider draußen bleiben… und frei nach Monty Python: jeder nur ein Kreuz…


A|lleinunterhalter
gesehen -hört -tan -dacht am 1. August 2011


G|lück-to-go
gesehen -hört -tan -dacht am 3. Mai 2011

Hamburg

G|ebt mir nie eine Papiermanschette
gesehen -hört -tan -dacht am 15. April 2011
Nachdem meine Aktionskunst Gebt mir nie einen Bierdeckel solch einen Anklang fand, hier nun die Fortsetzung: Gebt mir nie eine Papiermanschette – ich bastle daraus sofort schicke Schaftstiefel für die kommende Herbstmode…


B|erlin bei Nacht
gesehen -hört -tan -dacht am 13. April 2011

Berlin im Kleinstformat gibt es hier

B|öse Japaner
gesehen -hört -tan -dacht am 28. März 2011
Die Japaner sind schon ein merkwürdiges Volk: Sie essen rohes Fleisch, wechseln andauernd ihre Hausschuhe und ziehen sich Mädchenunterwäsche aus dem Automaten. Ist es da für den gemeinen Bürger in deutschen Landen wirklich verwunderlich, dass sie nun auch für die gestrigen deutschen Wahlschlappen verantwortlich sind? Nein. Das war sicherlich alles heimtückisch geplant: Man wollte bewusst die Politik von FDP (die Partei, die sich nun vom anderen Ende der 5 Prozent-Hürde nähert) und CDU (christlich-wirtschaftlich) tsunamisieren. Eine Politik, die in den letzten Jahren so erfolgreich nichts bewegt hat, wurde durch eine Spaltung vom Wahl-Wut-Bürger gespalten – das wird von den Wahlverlierern folgerichtig festgestellt. Wirklich böse, diese Japaner…

I|n Zeiten von Schneeverwehungen setzt die Bahn auf Bahnsteigsanimation
gesehen -hört -tan -dacht am 27. Dezember 2010

S|üßer die Trompeten nie klingen...
gesehen -hört -tan -dacht am 23. Dezember 2010

Nicht immer ist die ungewollte S-Bahn-Musik ein Ohrenschmaus...
Allen Lesern und -Innen meines kleinen Kuschelblogs ein friedliches und stressfreies Weihnachtsfest 2010!

A|ber ich habe es versucht
gesehen -hört -tan -dacht am 14. Dezember 2010


G|ebt mir nie einen Bierdeckel
gesehen -hört -tan -dacht am 4. Dezember 2010
Muh…


E|s gibt immer ein erstes Mal: 110
gesehen -hört -tan -dacht am 27. November 2010

Vorab: Ich habe noch nie die 110 gewählt. Für mich war diese Rufnummer immer Inbegriff von “Hilfe, ich werde entführt” oder aber auch “Da ist ein wildfremder Mann in meinem Bett”. Jedenfalls nicht für “Frau fährt voll in parkenden PKW und verarscht mich”.
Tatort: Ein Parkplatz in Berlin-Mitte. Ein PKW versucht mittels Hilfe der Fahrerin aus einem Parkplatz zu fahren, kennt jedoch nicht sein Hinterland – heißt, fährt sportlich in die Front eines parkenden Autos. Fahrerin bewirbt sich daraufhin als beste Nebendarstellerin, die so macht, als wenn sie die Polizei rufen würde. Meine Wissbegierde treibt mich nach ein paar Minuten zurück zum Ort des Geschehens und ich sehe: Nichts. Frau hat sich, nachdem ich sie darauf aufmerksam gemacht hatte, sie habe das Erscheinungsbild eines PKW mit einem fahruntauglichen Rumms verändert, aus dem bekannten Staub gemacht. So trieb mich die Bürgerpflicht zur Rufnummer 110 – mit dem Ergebnis, dass mich nach 20 Minuten drei Freunde und Helfer in ein intensives Interview verwickelten. Ob jetzt Frau Salesch oder Herr Hold den Fall verhandeln, weiß ich nicht – was ich aber weiß ist, dass ich mich nicht gern von fahreingeschränkten Damen an der Nase herumführen lasse – von einer Dame (Dame ist jetzt eine Behauptung), die meint, sie hätte sich einen tollen (Flucht-) Plan einfallen lassen, nachdem sie fahruntauglich Fremdautos zusammengestaucht hat …

M|ein Gesicht gehört jetzt Facebook
gesehen -hört -tan -dacht am 26. November 2010
Das Online-Netzwerk Facebook hat das englische Wort “Face” (Gesicht) in den USA als Marke schützen lassen…


D|ie Säulen der Erde
gesehen -hört -tan -dacht am 14. November 2010

Eine Säule steht schon in Hamburg | St.Pauli

E|ndlich: Google Street View in Deutschland
gesehen -hört -tan -dacht am 2. November 2010


D|er kleine Henker
Robotionales am 31. Oktober 2010

Lange bevor der Kürbis-Gruseltag vom Großen Teich die heimischen vier Wände erreichte, übte sich der kleine Herr r|ob bereits säbelschwingend als Hobby-Henker – natürlich ganz stilvoll mit Handschuhen…

D|ie Bar des Grauens
gesehen -hört -tan -dacht am 29. Oktober 2010
Welche Schätze kann man finden, wenn heimische Schuhkartons, gefüllt mit fotografischen Kleinoden, in einer Sektlaune geleert und mit Staunen betrachtet werden. Anfang der 70er Jahre war es unheimlich schick, seine eigene kleine Bar in einer der vier Ecken des Wohnzimmers zu besitzen. Als Kind war ich unheimlich stolz auf diese hippe Errungenschaft. Wer sich heute solch eine Bar des schlechten Geschmacks nachbauen möchte, erhält hier ein paar hilfreiche Tipps.

A= Miniflasche für den kleinen Durst zwischendurch – lässig hängend an der Zimmerbaraufhängevorrichtung
B= Flauschige Barhocker (Kunstfell aus alten Muppetbeständen)
C= Wischtuch in Form eines 1000-Mark-Scheines – es können jedoch heute auch alte 50 Euroscheine genommen werden
D= Bierfass (Holzimitat)
E= Spanische Trinkflasche (oder ein anderes geschmackvolles Souvenir, wie z.B. Kolosseum als Aschenbecher )
F= Telefon in Trendfarbe Post-Orange (praktisch: Beim Gespräch mit der Schwiegermutter kann man sich gleichzeitig betrinken)
G= Holzrad (das Auge trinkt ja schließlich mit)
H= Kunstobjekt

E|ndlich: Bullenpenisse für die modisch interessierte Dame
gesehen -hört -tan -dacht am 20. Oktober 2010
Es plagen Sie Zipperlein? Die Hüfte tut weh? Sie haben ständig Kopfschmerzen? Dann ist der neue Onlineshop für plastinierte Leichenteile genau das Richtige für Sie! Hier finden Sie eine große Auswahl langjährig bewährter Körperteile für die ganze Familie. Für 70.000 Euro gibt es sogar das ganze Set: Mensch-Komplett. Der macht sich dann gut als Begleiter in allen Lebenslagen und gibt keine Widerworte. Sie sind manchmal vergesslich? Auch kein Problem: Für 4.165 Euronen geht ein ganzes Gehirn auf Reisen!
Aber auch der modisch ambitionierte Leichenshopper kommt auf seine Kosten: Das Bullenpenis-Collier mit schicken Hodenscheiben gehört an den Hals jeder noch lebenden Frau. Penis und Giraffenschwanz gibt es auch natürlich im preiswerten Set.
Los – leich, äh, gleich bestellen – so macht der Tod wieder Spaß.
Jetzt warte ich nur noch auf die Rubrik “Babyleiche” für alle kinderlosen Mütter….

E|ine ganz natürliche Forderung
gesehen -hört -tan -dacht am 18. Oktober 2010

Bis dieser Tweet veröffentlicht wird, kann man hier PONS Twitter – Das Leben in 140 Zeichen. Wahre und kuriose Tweets aus dem Web
andere lesen

L|ena Meyer-Landrut forever
gesehen -hört -tan -dacht am 12. Oktober 2010

Der ESC in Bad Harzburg

D|as Goldene Zeitalter
gesehen -hört -tan -dacht am 8. Oktober 2010

So ändern sich die Zeiten: Hat derselbe Laden noch vor drei Jahren den Trend zum Koma-Fönen ausgerufen, genießt man jetzt das goldene Zeitalter der Frisuren. Die Haartracht hält übrigens besser, wenn man sie bei Wind mit einer natürlichen Körperhaltung schützt…

