P|rivates Public Viewing oder - die nächste WM nur im Videotext
Robotionales am 24. Juni 2010 3 A|nmerkungen


Gestern gestattete sich der feine Herr r|ob ein sehr privates public viewing – also praktisch alleine, nur zu zweit bei seinem Stamm-Thai-Restaurant.
Die völlig verrückte Köchin tobte durch das ausnahmsweise leere Restaurant, die wild befuchtelte Deutschland-Fahne über ihre Schultern geschlagen und sich freuend über jeden deutschen Ballkontakt. Hinter mir versammelte sich später noch ein Thai-Grüppchen, dass jede verpasste deutsche Chance mit einem typischen, thailändischen “Mann, Oh, Mann” kommentierten.
Ich selbst kam zu dem festen Schluss, dass mir solche Spiele zu adrenalinfördernd sind und ich mir aus gesundheitlichen Gründen die nächste Ballkick-WM nur noch nachträglich im Videotext anschauen werde…

V|on Buddhas und Kühen
Robotionales am 24. März 2010 9 A|nmerkungen


Der feine Herr r|ob ist mal wieder unterwegs: Am kommenden Sonntag verlegt er sein Büro erneut ins Ausland. Diesmal geht es nach Südostasien, genauer gesagt nach Bangkok, Vietnam, Kuala Lumpur, Penang, Sri Lanka und Indien. Im Kuhland werde ich dann auch meinen Geburtstag feiern und am nächsten Tag in den frühen Morgenstunden nach Katar fliegen, mir die Hauptstadt ansehen und von dort aus zurückfliegen, um dann hoffentlich wohlbehalten wieder in Berlin anzukommen. Die Fotokamera freut sich schon, für Euch meine Eindrücke festhalten zu dürfen und sollte mir der WLAN-Gott gnädig sein, werden diese dann auch hier im Blog von unterwegs veröffentlicht.

Z|weiter Anlauf
Robotionales am 19. März 2010 8 A|nmerkungen

Nachdem Herr r|ob erfolgreich seine Fastenzeit abgeschlossen hat und um 9 Kilo leichter geworden ist, wird nun die zweite Phase in Angriff genommen: Der Restballast wird mit Sport bekämpft. Der aufmerksame Leser und die noch aufmerksamere Leserin wird nun den Zeigefinger erheben und in die Stille rufen: „War da nicht vorher schon Sport angesagt?“. Der Vater dieser Zeilen ruft dann genauso laut zurück, ja, dass er dies wisse aber gleichzeitig zugeben müsse, irgendwann nie mehr hingegangen zu sein. Doch was treibt ihn nun erneut in einen Bewegungstempel? Nun, Argumente, denen man sich nicht verschließen kann: Das neue Sportstudio ist nur 2 Minuten von mir entfernt – man kann also praktisch in Hauslatschen rüber schlurfen. Dort findet man alles, was man so für die Zwangsbewegung braucht: diese tollen Maschinen, viele noch tollere Hüpf- und Drangsalierkurse, 2 Saunen, Saunagarten und Gesundheitscafé. Und das alles für monatliche 20 Euronen. Der Sommer kann kommen…

P|rojekt 0815
Robotionales am 22. Februar 2010 16 A|nmerkungen

Es ist mal wieder an der Zeit: Herr r|ob denkt an den Frühling und dass er in fünf Wochen wieder einmal einen Auslandseinsatz hat. Und da möchte er etwas passabler aussehen. So stehen also ab Samstag wieder 4 Wochen Fasten vor der Tür. Nicht nur, dass man sich nach dieser Zeit schöner vorkommt und sich glatt bei Frau Klum bewerben will, nein, es sollen auch 8 (die werden es sicher) bis 15 Kilo den trägen Leib verlassen. Die ersten vier Liter Gemüsebrühe werden gerade einigen Zentnern Frischgemüse mittels Köchelbad abgerungen…

S|hining
Robotionales am 30. Januar 2010 7 A|nmerkungen

Stillleben
Wenn jetzt ein Mord geschehen würde – es wunderte mich nicht. Eine Handvoll Hotelgäste in einem eingeschneiten Hotel fernab der nächsten Zivilisation – Frau Christie würde sich freuen.
Sicher, man könnte zu Fuß durch den Wald in den nächsten Ort laufen oder sich alleine in das teure Restaurant setzen. Beide Optionen fallen aus: die erste zu eisig, die zweite zu deprimierend. Das sind die seltenen Momente, wo ich es bedaure, keinen fahrbaren Untersatz zu besitzen, geschweige denn einen Führerschein. So harre ich der Dinge in meinem Shining-Hotel ohne Geister und freue mich auf den morgigen Tag: Da kann ich dann wieder hinfahren und hinlaufen, wohin ich will und muss nicht eine Monatsmiete für Essbares ausgeben…

D|as neue Lichtbildheim
Robotionales am 20. Januar 2010 13 A|nmerkungen

Die hauseigene Lichtbildnerei ist umgezogen und hat jetzt hier seine neue Heimstätte:
www.wahntäglicher-normalsinn.de
Noch sind nicht längst alle eingezogen aber der erste Schwung hat sich schon einen Platz gesucht…

Ich weiß, was ich am 18.Mai 1986 gemacht habe
Robotionales am 11. Januar 2010 5 A|nmerkungen

Anklicken und 3:42 des Live-Konzertes genießen…
Als Schüler arbeitete ich acht Jahre lang in der Berliner Philharmonie: Erste Hilfe, Karten abreißen und was sonst so anfiel – also ein “Mädchen für alles”. So kam ich in den Genuss, alle Karajan-Konzerte dieser Zeit zu erleben, Leonard Bernstein zu bestaunen und alles, was Rang und Namen hat und hatte, sowie die Berliner Philharmoniker hinter den Kullissen zu treffen. Ich unterhielt mich mit Benny Goodman, witzelte mit dem Bundespräsidenten oder sprach mit Helmut Schmidt – und das war nur eine kleine Auswahl (Irgendwann sollte ich hier vielleicht einmal erzählen, wie ich für eine Horde hysterischer Frauen Autogramme als Robert Blanco gegeben habe). Natürlich war es verboten, sich mit der Prominenz zu unterhalten oder gar in den Konzertsaal zu gehen. Aber einige Angestellte machten es trotzdem – ich voran. Am Tag, als der Wunderpianist Vladimir Horowitz spielte (die Karten für dieses Konzert waren binnen weniger Stunden ausverkauft), waren jedoch die Kontrollen besonders streng. Ich versteckte mich deshalb in den tiefsten Katakomben des Musiktempels und wartete eine Stunde mucksmäuschenstill und fast atemlos zwischen Notenständern und Programmheftbergen, bis ich mich dann in den Konzertsaal schleichen konnte. Das Warten mit der Angst, entdeckt und so entlassen nach Hause geschickt zu werden, hatte sich gelohnt. Über 2200 Konzertgäste wagten kaum zu atmen, während die flinken Finger des betagten, jedoch virtous spielenden Horowitz über die Klaviatur stürmten. Damals war mir als junger Mensch bereits bewusst, dass dies eine Sternstunde der deutschen Musikgeschichte war. Wer nicht dabei war, kann nun “nachhören”, denn das legendäre Berlin-Konzert gibt es jetzt auf Silberscheibe …

W|as mache ich, wenn niemand zusieht?
Blogvillage am 19. Dezember 2009 3 A|nmerkungen

Das, was von der Flasche übrig blieb...

Um es gleich zu sagen: Nein, ich fange keine Stöckchen auf. Niemals. Never ever. Aber ich kann nichts für meine Reflexe. Ich drehe mich um – da fliegt etwas auf mich zu und refexartig fange ich es auf. Ein Stöckchen. Nun könnte man es sportlich gen Boden werfen. Da dieses Stöckchen jedoch vom geschätzten Herrn Punkt Markus geworfen wurde und das Weihnachtsfest vor der Tür steht (ich höre es klopfen), schütte ich mein Füllhorn des Friedens über dieses Blog aus und antworte brav auf die gestellte Frage:
Was machst Du, wenn niemand zusieht?
Da ich einen Beruf habe, der nur funktioniert, wenn mir Menschen zusehen (nein, nicht Go-Go-Tänzer), tobe ich mich natürlich privat aus und mache viele Dinge ohne zusehende Zeitgenossen. Drei Dinge verrate ich hier:
Gerne wird eine französische Flasche roten, burgundischen Traubensaftes geöffnet, die dann zu verschiedensten Klängen aus den bereitstehenden Lautsprechern genussvoll geleert wird. Sollte der Traubensaft nicht vorrätig sein (eine wirklich nur sehr hypothetische Annahme) muss darf dann auch mal der cremige Irenwhiskey ran und erinnert mich an meine zahlreichen Besuche im einst melancholischen Schafsland.
So motiviert setze ich mich gerne an die elektronische Schreibmaschine und schreibe tiefsinnige Gedichte und wertvolle Texte:

Singend und tanzend hopsend bewege ich mich gazellenartig durch meine Wohnung (siehe Symbolbild) und bin dann ganz froh, dass niemand zusieht.

Symbolbild
Und so ausgelassen, vom Rotwein angetrieben und vom eigenen, lieblichen Gesang betört, decke ich jeden Abend den Tisch in der Hoffnung, Freunde kämen vorbei, damit ich an ihnen selbstausgedachte Rezepte ausprobieren kann…

So lege ich das Stöckchen behutsam auf den Boden, drehe mich langsam um und bin gespannt, wer es heimlich aber gerne nimmt und uns auf seinem oder auch ihrem Blog verrät: Was mache ich, wenn niemand zusieht? …

W|enn die Seele schwer wird
Robotionales am 12. November 2009 3 A|nmerkungen
Da war diese unbekannte Angst. Es passierte oft, dass ich in der Nacht auf meinen Balkon ging und sah, wie der Mensch, den ich bei mir aufgenommen hatte, um ihn vor sich selbst zu schützen, starr in die Tiefe sah und offensichtlich überlegte, ob man springen sollte oder nicht. Es passierte oft, dass ich mit allen Kräften versuchte, diesem Menschen das Leben lebenswert zu gestalten – kämpfte gegen die tägliche Schwermut an, gegen Zweifel und gegen das beherrschende Gefühl des emotionalen Nichts. Wenn man versucht einen depressiven Menschen zurück ins Leben zu holen, kommt man physisch und psychsich schnell an seine Grenzen und gerät in den Taumel einer großen Hilflosigkeit. Aus meinem Freundschaftsdienst wurde ein monatelanger Lebenskampf, der letztendlich gewonnen wurde. Die vielen aus dem Boden schießenden Sondersendungen, die über den Tod von Robert Enke vermeindlich berichten, sich aber fast gänzlich nur in Mutmaßungen ergeben, sollten die Chance ergreifen, das Thema Depression ins Licht der öffentlichen Aufmerksamkeit zu bringen und so betroffenen Angehörigen zu helfen…

E|in Jahrhundertprojekt
Robotionales am 25. Oktober 2009 3 A|nmerkungen
…ist es jetzt nicht, sicherlich wird es aber Wochen dauern, bis die meisten Musikwerke vom Silberling in höchster Qualität auf meinen Rechner umgezogen sind. So bekommt jede CD eine neue digitale Heimat – und meine Regale bedanken sich jetzt schon erfreut über den Umzug…


B|uch der Bücher
Robotionales am 25. August 2009 14 A|nmerkungen
Gut, es ist eher ein Heft – aber “Heft der Hefte” klingt doch ein wenig seltsam. Egal, wie man es nun bennenen will, so liegt es doch unschuldig vor mir: Moleskine, 19×25 cm, 192 blanko Seiten, die darauf warten, mit anständigem Text gefüllt zu werden. Achtzig Tage habe ich dazu Zeit…

Analoges Arbeitsgerät (Web 0.0)

N|icht alles ist Schweinegrippe
Robotionales am 25. August 2009 12 A|nmerkungen

Museum Invergordon (Schottland)
Zugegeben: ganz so schlecht geht es mir nicht. Dennoch hat meine Schulter am Wochenende beschlossen, den rechten Arm für die nächste Zeit fast völlig außer Gefecht zu setzen. Meine Arbeit wird also in den nächsten Tagen bis Wochen zur motorischen Improvisationsaufgabe. Und Texte nur mit der linken Hand einzugeben ist auch nicht gerade prickelnd…

D|ann mache ich es eben mit der Hand
Robotionales am 6. Juli 2009 13 A|nmerkungen
Sicher, es ist nicht jedermanns Sache: Es ist feucht und warm, man schüttelt und rubbelt, man muss voll bei der Sache sein und kann zwischenzeitlich nichts anderes tun. Es dauert auch länger, bis die Flecken raus sind.
Aber wenn die Waschmaschine in die ewigen Jagdgründe eingezogen ist, wäscht man eben in der Zwischenzeit mit der Hand…
Mein Bauknecht Waschgehilfe † 06.07.2009 – bleib sauber…

W|eltrettung mit Karate und Schirm
Robotionales am 25. Juni 2009 1 A|nmerkung
The Avengers – oder Mit Schirm, Charme und Melone, wie die Serie in Deutschland hieß (erfolgreich waren lediglich Staffel 4, 5a und 5b – der Kinofilm von 1998 wurde ganz grausig interpretiert) , gehört zu meinen Kindheitserinnerungen. Damals fand ich die oft skurrilen Geschichten aus den 60ern immer unheimlich, aber faszinierend zugleich. Die omnipotente Emma Peel und der stets erzbritische, leicht blasierte John Steed retteten die Welt unermüdlich vor den diabolischen Plänen exzentrischer Genies.
Heutzutage sind viele der Geschichten nach wie vor bizarr, wenn auch die Karatekünste von Frau Peel mit Erwachsenenaugen betrachtet eher an ungelenke Hausfrauengymnastik als an wirkliche fernöstliche Kampfkunst erinnert…

E|s geschah um 23:37 h
Robotionales am 24. Juni 2009 13 A|nmerkungen
Am 23.06.2009 um 23.37 h verstarb plötzlich und unerwartet, jedoch glücklich und im hohen Alter Rob Louis, Einwohner von Sunset Valley.
Wir werden ihn für immer in unseren Herzen tragen. Am Computer, während er einen weiteren Bestseller schrieb, ereilte ihn der Tod – sein Buch bleibt unvollendet.
Rob Louis, Sohn des Bloggers r|ob, hatte eine bewegte Geschichte hinter sich. Er fing als Zeitungsjunge an, arbeitete sich schnell an die Spitze seines Verlages und wurde ein gefeierter Schriftsteller, der so unvergessene Bestseller schrieb wie: Drei Karotten gaben das Signal oder auch Susi und das Würstchen. Auch privat zeigte er sich stets von seiner humorvollen Seite: Während eines Feuers tanzte er plötzlich unvermutet mit dem Feuerwehrmann, anstatt das Feuer zu löschen.
Ohne ihn ist Sunset Valley ärmer geworden.
Die Beerdigung fand während des Herunterfahrens des Rechners im kleinen Kreis statt

Im beschaulichen Sunset Valley wohnte Rob Louis...

F|aszinierend: Als ich noch über den Schulhof getragen wurde
Robotionales am 7. Mai 2009 6 A|nmerkungen
Jetzt, wo Star Trek in aller Munde ist, kommt in mir eine Erinnerung hoch: In der Schule spielten wir auf dem Schulhof häufig Raumschiff Enterprise. Ich übernahm mit Freude die Rolle des Mr. Spock, der immer ganz schlau auftreten musste, regelmäßig während seiner Mission von rücksichtslosen Außerirdischen angeschossen wurde und dann mühsam von den restlichen Schulfreunden über den ganzen Schulhof in Sicherheit getragen werden musste – ich genoss diese bequeme Art der Bewegung…


